Das 4-Konten-Modell für die Finanzplanung

Deine neue Girokonto Alternative

Das 4-Konten-Modell nach Bodo Schäfer

Wenn Sie auf der Suche nach einer sicheren und kostengünstigen Sparform sind, sollten Sie sich das so genannte 4-Konten-Modell genauer ansehen. Mit diesem Modell können Sie Ihre Finanzplanung sehr gut strukturieren, und Sie müssen nicht einmal viel Zeit aufwenden.

Das 4-Konten-Modell hilft dir beim Sparen

Damit das Sparen und der damit verbundene Vermögensaufbau nicht zu einem Gefühl der Verwahrlosung führt, sollte es automatisch bei Gehaltseingang erfolgen. Richten Sie dazu einen Dauerauftrag ein, der das Geld auf ein bestimmtes Konto überweist, sobald Sie Ihr Gehalt erhalten haben. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Sie von Ihrem Gehalt bezahlt worden sind.

Sie sollten die Sparquote im Voraus festlegen, indem Sie Ihre Lebenshaltungskosten einplanen und eine langfristig tragfähige Sparquote festlegen. Sie sollte nicht weniger als 10 % Ihres Nettoeinkommens betragen.

Um sich einen Überblick über Ihre Lebenshaltungskosten zu verschaffen, ist es sinnvoll, ein Haushaltsbuch für einige Monate zu führen. Wenn dies zu viel Zeit in Anspruch nimmt, können Sie Ihre Lebenshaltungskosten auch anhand Ihrer Kontoauszüge berechnen. Markieren Sie einfach Ihre wiederkehrenden Ausgaben und berechnen Sie die Summe Ihrer Ausgaben.

Mit dem, was nach dem Sparen auf Ihrem Gehaltskonto übrig bleibt, bezahlen Sie Ihre Lebenshaltungskosten, die sich aus festen Ausgaben (Miete, Handyrechnung usw.) und Ihren variablen Ausgaben (Kleidung, Einkäufe usw.) zusammensetzen. Was nach dem Sparen und Leben auf Ihrem Konto übrig bleibt, können Sie ohne schlechtes Gewissen konsumieren, denn Sie haben bereits für sich selbst bezahlt. Mit dem automatischen Sparen ist der Kopf frei und Sie können sich auf andere, wichtigere Dinge konzentrieren.

Welche Konten gibt es im 4-Konten-Modell

Konto 1: Das Alltagskonto

Das erste Konto ist zweifelsohne das wichtigste Konto im 4-Konten-Modell. Auf dieses Konto fließt unter anderem Ihr Einkommen. Es dient auch dazu, das Geld auf alle anderen Konten zu verteilen. Zu Beginn des Jahres sollten Sie eine Bestandsaufnahme machen, um festzustellen, wie viel Geld Sie für Ihre Versicherungen zurücklegen müssen. Richten Sie dann zu Beginn des Jahres einen Dauerauftrag zur Deckung dieser Ausgaben ein. Auf diese Weise können Sie das Geld im Laufe des Monats nicht anders ausgeben.

Verwenden Sie außerdem Konto 1 für verschiedene alltägliche Ausgaben wie Lebensmittel, Kleidung oder andere Konsumausgaben. All dies wird in einem Haushaltsbuch von Hand oder am PC eingetragen. Auf diese Weise haben Sie immer einen Überblick über Ihre Ausgaben. Im besten Fall sollten Sie Ihre Einnahmen in einem Quartal nicht übersteigen, zumindest nicht dauerhaft.

Konto 2: Das Versicherungskonto

Auf Konto 2 werden die Rücklagen für Versicherungen angesammelt, die Sie normalerweise zu Beginn des Jahres zahlen müssten. Die monatlichen Abzüge (vom ersten Konto) schmerzen nicht so sehr, als wenn Sie einen großen Betrag auf einmal zahlen müssten. Im Laufe des Jahres summieren sie sich jedoch zu einer beträchtlichen Summe. Daher stand er in diesem Zeitraum nicht als Ausgabe auf Konto 1 zur Verfügung und wurde daher auch nicht ausgegeben. Übrigens ist es sinnvoll, den monatlichen Versicherungsbetrag etwas aufzurunden.

Denn sie können sich von Zeit zu Zeit immer wieder erhöhen. Außerdem hat dies den psychologischen Vorteil, dass Ihr Konto nach der Rücküberweisung Anfang Januar nicht auf Null zurückfällt.

Konto 3: Das Anschaffungskonto

Dank Ihrer gut durchdachten Haushaltsbuchführung sollte am Ende des Monats immer etwas Geld auf dem ersten Konto übrig sein. Sie können es für kleine Anschaffungen verwenden. Für große Dinge oder wenn etwas Unvorhersehbares passiert, z. B. wenn das Auto repariert werden muss, reicht das Geld aber meist nicht. Deshalb gibt es das Konto 3, mit dem man Rücklagen für größere Anschaffungen oder höhere Ausgaben bilden sollte.

In der Regel sollten dies drei bis sechs Monatseinkommen sein. Damit sind die meisten Ausgaben gedeckt und Sie können sich zum Beispiel neue Möbel oder Geräte kaufen, ohne sich zu verschulden. Sie können auch Konto 3 nutzen, um größere Rücklagen zu bilden.

Konto 4: Das Investmentkonto

Auch wenn dieses Thema zunächst sehr trocken klingt, sollten Sie es ernst nehmen. Denn es ist sehr wichtig. Je früher man sich damit beschäftigt, desto geringer müssen die Beträge sein. Aber das könnte das Problem sein. Ihre monatlichen Ausgaben bewegen sich in einem akzeptablen Rahmen und Sie überweisen die Kosten für alle Versicherungen per Dauerauftrag auf ein anderes Konto. Auch wenn Sie nicht drei bis sechs Gehälter als Reserve beiseite legen können, ist es sinnvoll, Konto 4 mit kleineren Beträgen zu füllen.

Sie können verschiedene Sparpläne, wie z. B. ETFs, nutzen, um Ihr Vermögen aufzubauen. Ein monatlicher Betrag von 25 oder 50 Euro reicht bereits aus, um mit dem Vermögensaufbau zu beginnen und Ihre Altersvorsorge zu stärken. Je früher Sie damit beginnen, desto größer wird der Betrag aufgrund des Zinseszinseffekts.

Wie kann man das 4-Konten-Modell einrichten?

1) Bestimmen Sie Ihre Fixkosten
Wie bereits erwähnt, sollten Sie zu Beginn Ihre Fixkosten ermitteln. Dazu können Sie eine Excel-Tabelle verwenden. Diese hat den Vorteil, dass sie die einzelnen Elemente übersichtlich darstellt und auch korrekt addiert. Das hilft, Rechenfehler zu vermeiden.

2) Geldtöpfe und Konten festlegen
Je nach Ihrer persönlichen Situation können Sie verschiedene Geldtöpfe und Konten definieren. Es stehen verschiedene Systeme zur Verfügung.

3) Geldtöpfe öffnen
Es kann vorkommen, dass Ihre Bank Ihnen nicht erlaubt, verschiedene Unterkonten zu eröffnen. Wenn das der Fall ist, ist das kein Problem. Sie können neue Girokonten einfach und kostenlos über das Internet eröffnen.

4) Daueraufträge einrichten / Prozesse automatisieren
Nun müssen Sie Daueraufträge einrichten. Je nach Bank oder Kontosystem sind dafür unterschiedliche Schritte erforderlich. Sie dauern aber meist nur wenige Minuten. Mit den Werten für die verschiedenen Lebensbereiche, die Sie zuvor in Ihrem Haushaltsbuch festgelegt haben, legen Sie nun von Konto 1 für jedes der anderen Konten einen passenden Dauerauftrag an.

5) Reagiere auf Änderungen
Da sich Ihre finanzielle Situation von Zeit zu Zeit ändern kann, sollten Sie darauf reagieren und Ihr 4-Konten-Modell anpassen. Dazu gehört, dass Sie die Beträge aktualisieren und prüfen, ob alle Ziele auf diese Weise erreicht werden können.

Welche Konten solltest du nutzen?

Es gibt verschiedene Banken, die unterschiedliche Konten anbieten. Auch hier gilt, dass man nicht alles auf eine Karte setzen sollte. Diversifizierung ist ein sehr wichtiges Thema bei der Geldanlage. Das gilt auch für die Auswahl der richtigen Konten für Ihr 4-Konten-Modell. So können Sie zum Beispiel eine zeitliche Streuung nutzen, indem Sie kleine monatliche Raten anstelle einer großen Einmalanlage tätigen, um finanziell flexibler zu sein. Es ist auch sinnvoll, Konten bei verschiedenen Finanzinstituten zu eröffnen. Sie sind in Ihrer Wahl völlig frei, und nur Sie entscheiden, welche Konten Sie wählen und wie Sie sie nutzen.

Viele Menschen, die ein Mehrkontenmodell einrichten, sind von der Kombination der Girokonten von ING, DKB und Comdirect begeistert. Bei der ING hat man zum Beispiel ein erstklassiges Gehaltskonto und kann ein günstiges Depot für den ETF-Sparplan eröffnen. Die DKB ist eine hervorragende Wahl für das Sparen mit vielen verschiedenen Zielen. Bei der DKB können Sie viele verschiedene Unterkonten eröffnen und Sie erhalten einen sehr niedrigen Zinssatz. Die Comdirect hat etwas höhere Gebühren, bietet Ihnen aber die Möglichkeit, bis zu dreimal im Jahr kostenlos Geld über die Commerzbank einzuzahlen. Darüber hinaus bietet die Comdirect günstige ETF-Sparpläne ab 25 Euro pro Monat an.

Mit einem kleinen Trick können Sie die 700 € monatliche Einlage, die Sie für ein kostenloses Girokonto benötigen, umgehen.

Fazit zum 4-Konto-Modell

Wenn Sie Ihr Kontomodell und vor allem die Daueraufträge eingerichtet haben, funktioniert das 4-Konten-Modell fast von alleine. Sie werden sehr gute Ergebnisse erzielen und schneller zum Erfolg kommen. Das Wichtigste ist, dass Sie ein Sparziel haben.

Um Ihr Sparziel genauer definieren zu können, sollten Sie sich mit Ihren Wünschen und Träumen auseinandersetzen und Ziele für Ihre Zukunft definieren. Wenn Sie das getan haben, sollten Sie auf jeden Fall ein Haushaltsbuch in Excel führen, damit Sie genau überprüfen können, wie viel Geld wofür ausgegeben werden muss und wie viel Geld Sie jeden Monat sparen können.

Zu guter Letzt habe ich noch einen Geheimtipp für Sie: Überweisen Sie die Sparrate immer automatisch an dem Tag, an dem Sie Ihr Gehalt erhalten, auf Ihr Sparkonto. Auf diese Weise tricksen Sie Ihren Kopf aus. Denn optisch sieht es jetzt so aus, als ob nicht so viel Geld auf Ihrem Gehaltskonto ist. Auf diese Weise lernen Sie, mit weniger Geld auszukommen. Ihr gespartes Geld wird durch die 4-Konten-Methode immer mehr zum „Spar dich reich“.

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