Bargeld einzahlen: So gehen Sie vor! Inklusive extra Tipp für Direktbank Kunden

Deine neue Girokonto Alternative

Bargeld einzahlen: So gehen Sie vor!

Sie haben zum Geburtstag viel Bargeld bekommen, das Sparschwein geplündert oder ihr Gebrauchtwagen verkauft? Dann wollen Sie die Geldscheine wahrscheinlich auf Ihrem Konto bei einer Filialbank oder Direktbank einzahlen. Welche Möglichkeiten haben Sie um Bargeld einzahlen zu können, das lesen Sie in diesem Ratgeber.

Direktbank Kunden erhalten noch einen Extra-Tipp.

Bargeld bei ihrer Filialbank einzahlen

Am einfachsten ist es, wenn Sie Bargeld in einer Filiale Ihrer Hausbank einzahlen. Dies können Sie ganz einfach am Automaten oder an dem Schalter in der Filiale tun.

  • Ein sehr großer Vorteil ist, dass Ihnen keine Buchungszeiten entstehen, wenn Sie die Einzahlung am Schalter Ihrer Filialbank vornehmen. Das eingezahlte Geld ist somit sofort auf dem Konto verfügbar.
  • Wenn Sie Ihr Bargeld am Geldautomaten Ihrer Filialbank einzahlen, beträgt die Buchungszeit maximal einen Werktag. Das Einzahlen am Automaten geht schnell und unkompliziert. Wie auch beim Geldabheben wird Ihnen der Vorgang am Automaten erklärt.
  • Alternativ haben Sie die Möglichkeit, Ihr Bargeld bei einer Fremdbank einzuzahlen. Dies sollten Sie aber nur im Notfall tun, da hier hohe Gebühren im zweistelligen Bereich für Sie anfallen könnten. Außerdem ist die Buchungszeit mit drei bis fünf Werktagen deutlich länger.
  • Die Gebühren für Bargeldeinzahlungen sind von Filialbank zu Filialbank sehr unterschiedlich. Während bei der einen Filialbank der Service gänzlich kostenlos ist, gibt es bei der anderen Bank ein bestimmtes Freikontingent beziehungsweise einen Freibetrag. Bei wieder anderen Instituten müssen Sie hingegen immer eine kleine Gebühr zahlen. Am besten ist es, Sie Informieren sich direkt bei Ihrer Bank nach den möglichen anfallenden Gebühren.
  • Vor allem bei den Sparkassen ist es schwierig, eine pauschale Aussage zu treffen, da die einzelnen Standorte unabhängig voneinander Ihre Gebühren festsetzen.

Bargeld bei einer Direktbank einzahlen

Direktbanken der auch Onlinebanken genannt werden im Vergleich zu den Filialbanken bei deutschen Kunden immer beliebter. Der Grund: Sie bieten ihre Girokonten samt Girocard und Kreditcard oft noch ohne Kontoführungsgebühren an.

Der Nachteil: Direktbanken beschränken sich auf ihr Online-Geschäft, weshalb ein Filialnetz nicht vorhanden ist. Dennoch haben Sie auch als Kunde einer Direktbank einige Möglichkeiten, Bargeld einzuzahlen.

Weiter unten finden Sie einen Extra-Tipp, wie sie Ihr Bargeld bei einer Direktbank einzahlen können.

  • Zum einen gibt es Direktbanken, die Kooperationen mit bestimmten Filialbanken führen. Somit können Sie in den Filialen der Kooperationspartner in der Regel kostenlos Bargeld einzahlen. Hierfür gibt es später für die gängigsten Direktbanken eine Kurz-Erklärung.
  • Auch bei Direktbanken können Sie Ihr Geld über Fremdbanken einzahlen. Wie oben bereits beschrieben, kann dies aber zu hohen Gebühren seitens der Fremdbank führen.
  • Eine weitere Möglichkeit ist es, das Geld von einer Person Ihres Vertrauens, die ein Konto bei einer Filialbank führt, dort einzahlen zu lassen. Im Anschluss muss das eingezahlte Geld von dieser Person noch auf Ihr Konto überweisen werden. Sollten Sie neben einem Konto bei einer Direktbank auch ein Konto bei einer Filialbank haben, können Sie diesen kleinen Umweg auch selbst gehen.
  • Ein anderer Weg um Geld einzuzahlen, ist der Einzelhandel. Dass man bei Aldi, Rewe und Co. Bargeld abheben kann, ist mittlerweile bekannt. Weniger bekannt ist hingegen die Möglichkeit, dort auch Geld einzuzahlen.
  • Gebühren: Einige Direktbanken verlangen Gebühren für die Einzahlung an einem Automaten. Diese können nur wenige Cent oder bis zu fünf Euro betragen. Für Einzahlungen auf ein Fremdbankkonto können auch bis zu 15 Euro fällig werden.
  • Übrigens: Laut dem „Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“ dürfen Sie ohne Nachweis maximal eine Summe von 15.000 Euro einzahlen. Alles darüber hinaus müssen Sie dem Finanzamt melden. Dies soll Geldwäsche und Betrug vorbeugen.

Bargeld im Ausland einzahlen

Wenn Sie sich im Ausland aufhalten und Geld auf Ihr Girokonto einzahlen wollen, ist dies zwar möglich, kann aber teuer und sehr umständlich für Sie werden. Daher sollten Sie genau bedenken, ob Sie diesen Service wirklich brauchen oder nicht noch warten können, bis Sie wieder zurück in Deutschland sind.

  • Deutsche Banken betreiben in der Regel keine eigenen Filialen im Ausland. Somit bleibt Ihnen zumeist nur die Möglichkeit, Bargeld bei einer Fremdbank einzuzahlen. Neben dem Entgelt können auch Wechselgebühren bei einer anderen Währung anfallen.
  • In vielen Ländern besteht zudem die Möglichkeit, Geld bei der Post oder bei Western Union einzuzahlen. Aber auch solch eine Überweisung kann teuer werden – je nach Tarif und ausführender Bank.

Geldwäschegesetz und Bareinzahlung: Das gibt es zu beachten!

Das Geldwäschegesetz (GwG) trat am 30. November 1993 in Kraft. Um den Machenschaften mit Schwarzgeld oder aus Straftaten am Finanzamt vorbei einzudämmen. Hierfür wurde ab einer Summe von 15.000 €, die auf ein Girokonto eingezahlt wird, eine Meldepflicht beim Finanzamt eingeführt.

Wer Bargeld einzahlen möchte, muss daher wissen, dass ab der Grenze von 15.000 Euro die Banken automatisch eine Meldung beim Fiskus vornehmen. Alle Summen, die darunter liegen, dürfen ohne Nachweis auf das eigene Girokonto eingezahlt werden.

Eine Garantie ist das nicht, denn oftmals werden die Kreditinstitute auch hellhörig, wenn kleinere, regelmäßige Bareinzahlungen auf dem Konto eingehen, die innerhalb von kurzer Zeit die Grenze von 15.000 Euro überschreiten. Der Fachausdruck hierfür lautet „Smurfing“. Denn das könnte einen Hinweis auf Geldwäsche bzw. Geldwäscheverdacht oder Steuerhinterziehung geben. Es wird zwecks Identitätsfeststellung ein Ausweisdokument verlangt und nach der Herkunft des Geldes gefragt.

Geld einzahlen bei ING, DKB & Co. – So gehen Sie vor!

Da nur die wenigsten Direktbanken Filialen oder Geldautomaten für das Bargeld einzahlen besitzen ist es natürlich wichtig zu wissen, wie sie Ihr Geld am bequemsten bei einer Direktbank einzahlen können. In diesem Ratgeber finden Sie 7 Direktbanken im Check.

Zum Schluss finden Sie noch einen Extra-Tipp, wie Sie kostenlos Bargeld auf ein Girokonto einzahlen können.

So geht das Geld Einzahlen bei Direktbanken: 7 Banken im CHECK

ING DiBa

Als Kunde der größten deutschen Direktbank stehen Ihnen bundesweit 32 Einzahlungsautomaten zur Verfügung. Wenn Sie nicht gerade einen davon in Ihrer Nähe haben, können Sie als ING-Kunde auch auf die Reisebank zurückgreifen. In rund 90 Geschäftsstellen, die Sie überwiegend an Bahnhöfen und Flughäfen finden, nimmt die Reisebank Ihr Bargeld entgegen und überweist es auf Ihr ING-Girokonto. Zwischen 1.000 und 25.000 Euro, darunter aber maximal 50 Münzen, können Sie kostenfrei einzahlen – für die von der Reisebank erhobene Fremdeinzahlungsgebühr kommt die ING auf.

DKB

Auch die Deutsche Kreditbank (DKB) stellt Ihnen eigene Automaten mit Einzahlungsfunktion zur Verfügung – bei nur 18 Stück deutschlandweit ist der Weg zum nächsten Einzahlungsautomaten aber eher weit. Das hat auch die DKB erkannt, die für Bargeldabhebungen bereits seit Juni 2016 mit dem Bezahldienst Barzahlen.de kooperiert und das gemeinsame Projekt Cash im Shop im August 2018 schließlich auch auf Einzahlungen ausgeweitet hat. Beträge ab 50 Euro, maximal aber 999,99 Euro pro Tag und Einzahlung können Sie seither in 12.000 Partnershops deutschlandweit auf Ihr DKB Cash Girokonto einzahlen – darunter bei so großen Ketten wie Rewe, Aldi, Penny, DM und Rossmann. Dafür müssen Sie nur einen Barcode mit Ihrer DKB Banking-App erzeugen, an der Kasse vorzeigen und Ihr Geld dem Kassenpersonal überreichen. Kostenlos ist diese bequeme Art des Geld einzahlens allerdings nicht: 1,50 Prozent des eingezahlten Betrags stellt Ihnen die DKB dafür in Rechnung – bei 100 Euro also 1,50 Euro.

Comdirect

Im Gegensatz zur ING und DKB verfügt die Comdirect über keine eigenen Einzahlautomaten – muss sie als Tochter der Commerzbank aber auch nicht. Die hat schließlich rund 800 Filialen in Deutschland und zahlreiche SB-Center, in denen auch Sie als Comdirect-Kunde Geld einzahlen können. Bis zu 140 Scheine oder 800 Münzen je Einzahlung nimmt die Commerzbank entgegen – der letztendliche Betrag spielt keine Rolle. Drei Einzahlungen pro Jahr sind für Sie dabei kostenfrei. Für jede weitere Bargeldeinzahlung verlangt die Comdirect eine Gebühr, die sie zuletzt im September 2019 auf 2,90 Euro erhöht hat.

Consorsbank

Wie die ING greift auch die Consorsbank auf die Reisebank zurück, um möglichst flächendeckend Bargeldeinzahlungen aufs Girokonto zu ermöglichen. Anders aber als die ING übernimmt die Consorsbank nicht die dafür anfallenden Gebühren. Laut aktuellem Preis- und Leistungsverzeichnis verlangt die Tochter der französischen BNP Paribas ein Entgelt von 7,50 Euro je angefangene 5.000 Euro. Zahlen Sie als Kunde der Consorsbank also beispielsweise 5.500 Euro über die Reisebank auf Ihr Konto ein, kostet Sie das 15 Euro.

1822direkt

Als Tochter der Frankfurter Sparkasse ermöglicht die 1822direkt kostenfreie Bargeldeinzahlungen in den über 60 Filialen der Frankfurter Sparkasse sowie deren SB-Centern mit Einzahlungsautomaten. Außerhalb des Einzugsgebietes um Frankfurt am Main geht es Ihnen als 1822direkt-Kunde aber wie allen Sparkassenkunden: Sie können sich zwar weitgehend problem- und kostenlos bei anderen Sparkassen mit Bargeld versorgen. Welches einzuzahlen kann für Sie aber teuer werden – je nach Sparkasse, die das Bargeld entgegennimmt. Denn Fremdeinzahlungen, im Preisaushang auch unter „Bareinzahlung zugunsten Dritter“ zu finden, lassen sich die meisten Banken gut bezahlen (siehe Box).

Norisbank

Die Norisbank ist die Online-Tochter der Deutschen Bank und kann als solche auf ein ausgedehntes Filial- und Automatennetz setzen, fast so wie beim Duo Comdirect/Commerzbank. An über 700 Einzahlautomaten der Deutschen Bank können Sie als Norisbank-Kunde kostenlos Bargeld auf Ihr Girokonto einzahlen – das gilt allerdings nur für Scheine und nicht für Münzen. Eine Einzahlung an den Schaltern der Deutschen Bank ist ebenfalls nicht möglich.

Netbank

Wie die ING und die Consorsbank hat auch die Netbank die Reisebank als Kooperationspartner für Bargeldeinzahlungen an Land gezogen. Konkrete Angaben über Mindest- und Höchstbeträge, die Sie als Netbank-Kunde über den Bargeld- und Edelmetallexperten einzahlen können, macht die Direktbank aber nicht. In Sachen Kosten verweist die Direktbank auf die Gebührenordnung der Reisebank. Deren Internetauftritt zufolge kostet eine Einzahlung auf ein Fremdkonto derzeit ein Prozent des Betrags, mindestens aber 6,50 Euro.

3 Tipps zum Bargeldeinzahlen bei Direktbanken

Denken Sie schon bei der Kontoeröffnung ans Einzahlen

Ob als Servicekraft, die häufig Trinkgeld erhält, oder als Student, dessen Omi ihm hin und wieder etwas Geld zusteckt: Zahlen Sie regelmäßig Bargeld ein, sollten Sie sich schon bei der Suche nach dem passenden Girokonto über die Einzahlmöglichkeiten schlaumachen – oder im Zweifel Ihr Konto wechseln, um unnötige Gebühren dauerhaft zu vermeiden.

Bitten Sie einen guten Freund um die Einzahlung

Sie kennen im Freundes- oder Familienkreis jemanden, der bei seiner Bank kostenlos Geld einzahlen und anschließend überweisen kann? Dann bitten Sie ihn um seine Hilfe – die eingesparte Gebühr können Sie anderweitig für ein kleines Dankeschön einsetzen.

Extra-Tipp: Eröffnen Sie ein Mehrkontenmodell über die Comdirect

Um kostenlos Bargeld einzuzahlen, haben sich viele Kunden einer Direktbank dazu entschieden, ein zusätzliches Girokonto bei der Comdirect zu eröffnen. Die Comdirect bietet ein kostenloses Girokonto (ab einem monatlichen Geldeingang von 700 €) an. Es fallen so keinerlei Kontoführungsgebühren an.

Das Girokonto der Comdirect eignet sich ideal für kostenfreie Einzahlungen. Weil die Comdirect eine Tochtergesellschaft der Commerzbank ist, können Sie in allen Filialen der Commerzbank an den Einzahlautomaten sowohl Münzgeld als auch Scheine absolut gebührenfrei einzahlen. Nach der Einzahlung überweisen Sie das Geld nur noch auf Ihr Girokonto Ihrer Direktbank.

Durch das Einführen eines Mehrkontenmodell können sie mit der Comdirect bequem bis zu 3 kostenlose Bargeldeinzahlungen im Jahr vornehmen. Wir empfehlen für das Mehrkontenmodell die Girokonten der DKB, ING DiBa und Comdirect.

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